WERO, die nicht-staatliche Alternative zum Digitalen Euro

In der neuesten Ausgabe (Frühling 2026) der Kirchbacher Berichte wurde der folgende Artikel veröffentlicht.

WERO, die nicht-staatliche
Alternative zum Digitalen Euro

www.sos-bargeld.com

Bye, Bye Bargeld.
Interview mit
Prof. Dr.
Thorsten Poleit

Die zunehmende Technisierung und das
Vorantreiben der Digitalisierung durch
unsere Regierung nach dem Motto „Koste
es, was es wolle“ lässt viele Menschen

kopfschüttelnd und ratlos zurück. Wer-
den Regierungen von digitalen Maschinen

eingesetzt oder durch Wahlen vom Bürger?
Die Erleichterungen, Möglichkeiten und
Notwendigkeiten, die die technologische
Entwicklung für den einzelnen Bürger und
für Unternehmen hervorbringt, werden
durch eine übermäßige Zentralisierung der
digitalen Macht in wenigen Händen und
überbordender Bürokratisierung zunichte
gemacht.

Unser Wohlstand wurde und wird ge-
schaffen durch gut ausgebildete, fleißige

Menschen, durch mutige, innovative Un-
ternehmer in einem Umfeld von Freiheit,

Privateigentum und Eigenverantwortung
in dezentraler Organisation. Das ist

Marktwirtschaft. Die Rahmenbedin-
gungen dafür und für ein für alle gleich

gültiges Rechtssystem hat die vom Bürger
gewählte Regierung zu schaffen und zu
garantieren. Notwendig ist die Versorgung
der Volkswirtschaft mit stabilem Geld und
Kapital.
Bargeld in Form von Banknoten und

Münzen ist das alleinige gesetzliche Zah-
lungsmittel und wird von der Zentralbank

ausgegeben. Andere akzeptierte aber nicht
gesetzliche Zahlungsmittel sind Giralgeld.

Giralgeld ist Geld aus Einlagen auf Bank-
konten und aus der Kreditschöpfung. Es

ist unbares Geld, somit Digitalgeld. Wir
nutzen dieses Giralgeld elektronisch zum
Beispiel bei Überweisungen, Debit- und
Kreditkartenzahlungen, Lastschriften,
E-Wallets.
Durch Handelsplattformen im Internet

entstanden zusätzlich schnelle Zahlungs-
dienste wie PayPal, ApplePay, GooglePay

mit amerikanischen, AliPay, WeChatPay
mit chinesischen und UPI mit indischen

Wurzeln. Allen diesen Diensten ist ge-
mein, dass es nicht-staatliche Zahlungs-
dienste sind. Mit Wero entsteht nun ein

europäischer und mit mobilen Geräten

verwendbarer nicht-staatlicher Zahlungs-
dienst der European Payments Initiative

(EPI). Die EPI ist ein 2020 gegründeter
Zusammenschluss europäischer Banken
und Zahlungsdienstleister. Bisher ist Wero
in Belgien, Deutschland und Frankreich

verfügbar und wird nun auch in den Nie-
derlanden umgesetzt. 2026 sollen auch

Österreich und Luxemburg Wero ein-
führen und es soll eine Verknüpfung mit

der südeuropäischen European Payments
Alliance (EuroPA) stattfinden. Im Februar

2026 gab es 50 Millionen registrierte Nut-
zer – nach 43,5 Millionen im September

2025. Wero ist auf die Europäische Union

beschränkt und hier auch grenzüberschrei-
tend einsetzbar.

Parallel dazu laufen die Bestrebungen

der EZB und EU-Kommission, einen Di-
gitalen Euro als zusätzliches gesetzliches

Zahlungsmittel einzuführen, vergleichbar
mit staatlichem Digitalgeld in China. Der

Digitale Euro hat keinen Nutzen für den
Bürger, aber Einführung und Betrieb des

Digitalen Euros verursachen enorme Ko-
sten. So greifen EU und EZB ohne Grenzen

mittelbar auf das Steuergeld ihrer Bürger

zu, Fehlhandlungen bleiben ohne Konse-
quenzen für die Verantwortlichen. In der

Marktwirtschaft regelt dies der Markt
selbst und bestraft Fehler sofort. EZB
und EU-Kommission wollen trotz besserer

Alternativen am Digitalen Euro festhal-
ten. Der Digitale Euro ist ein staatliches

Machtinstrument, weil er von staatlicher
Seite programmiert, negativ verzinst oder
gesperrt werden kann. Mit Bargeld geht
das nicht. Bargeld sichert unsere Freiheit in
einer zunehmend digitalisierten Welt und
stärkt die regionale Wirtschaft.
Bezahlen Sie bar, wann immer es Ihnen

möglich ist. Wir brauchen die Bargeld-
Infrastruktur für unsere Freiheit.

Mag. Elisabeth Weiß

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